Chefin übernimmt im "Goldenen Löwen"

Bei der ersten Besprechung mit den Mitarbeitern des "Goldenen Löwen": Astrid Metzig (vorn re.) ist die neue Chefin des Hotels Foto: Grau

Die Meißner Hotels "Goldener Löwe" und "Residenz" werden von Astrid Metzig geführt. Die neue Direktorin kennt die beiden Häuser bereits gut.

Die neue Chefin besteht auf Teamarbeit. Kein Hotel könne guten Service bieten, wenn nicht alle an einem Strang zögen: die Mitarbeiter am Empfang ebenso wie die im Housekeeping und in der Küche. Da hat Astrid Metzig nun den Vorteil, dass sie „ihr“ Haus und dessen Mannschaft schon sehr gut kennt. In den vergangenen drei Jahren war sie für die Meißner Hotels „Goldener Löwe“ und „Residenz“ Direktionsassistentin. Nun hat sie die Leitung dieser beiden Hotellerie-Flaggschiffe der Stadt übernommen.

Ihr neues Amt hat sie am 26. September angetreten. Die erste Amtshandlung: Besprechung mit den Mitarbeitern. Über 20 Frauen und Männer arbeiten im „Löwen“ und der „Residenz“, darunter auch Azubis. Motivierte Mitarbeiter sorgen für Qualität und bleiben ihren Häusern treu – so war es auch bei Astrid Metzig selbst.

Nach Kindheit und Jugend in Meißen startete sie im Dresdner „Bellevue“ ins Hotelfach: Ausbildung von der Pike auf, dazu die Befähigung zur Lehrausbildung. So wechselte Astrid Metzig schließlich zuerst ins Meißner Hotel „Ross“, kurz darauf zur „Baumwiese“ in Boxdorf, wo sie 20 Jahre blieb und Empfangschefin war. 2015 ging es beruflich weiter nach Meißen – in den „Goldenen Löwen“, dessen Chefin sie nun ist.

Die Besitzer-Familie Leibfried führe ihre Meißner Hotels familiär, sagt Astrid Metzig. Und eine angenehm familiäre Atmosphäre sollen die Gäste auch im „Goldenen Löwen“ und der „Residenz“ spüren. Der Komfort der Häuser entspricht Drei- bzw. Vier-Sterne-Standard. Doch gute Ausstattung sei nur das Eine, so Metzig. Umsicht, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit der Mitarbeiter seien das Andere, das dafür sorge, dass Gäste gern kämen und blieben.

Die beiden Innenstadt-Hotels würden vor allem von Individual- und Geschäftsreisenden genutzt. Hier spüre man eine stabile Entwicklung des Tourismus in der Stadt, sagt die neue Leiterin. Die Meißner Hotellerie setze dabei nicht auf Konkurrenz, sondern auf Synergie. „Es gibt eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Häusern – und die wollen wir auch erhalten.“

Der „Goldene Löwe“ soll aber nicht nur ein Haus für Touristen sein, sagt Astrid Metzig. Man wolle sich nach außen öffnen, wisse aber um Hemmschwellen bei den Einheimischen. „Ein Hotelrestaurant schreckt manchen ab.“ Offene Türen, Bewirtung auf dem Vorplatz, Mittagstisch: Damit wolle man nun auch mehr Meißner locken.