Wettbewerb für Gründer und gegen Leerstand

Meißen startet einen Wettbewerb für Existenzgründer und neue Geschäftsideen. Den Preisträgern winken vor allem besonders günstige Ladenmieten.

Die vielen leeren Schaufenster an den Straßen der Meißner Innenstadt sind nicht zu übersehen. Der Leerstand ist eine Belastung für die Stadt. Kann er auch eine Chance sein?

Darauf setzen der Wirtschaftsförderer und der Marketingmanager der Meißner Stadtverwaltung. Martin Schuster und Christian Friedel gaben vor wenigen Tagen den Startschuss für einen gleichnamigen „Ideen- und Existenzgründerwettbewerb“. Er soll helfen, die Ladenzeilen wieder zu beleben und neue Geschäftskonzepte in die Stadt zu holen. Die leeren Läden sind schließlich auch Räume, in denen sich Neues entwickeln kann.

Dafür lockt Meißen nun Gründungswillige mit einer Rundum-Betreuung. Dem Gewinner des Wettbewerbs winken diverse Unterstützungen. Darunter sind zum Beispiel die Entwicklung eines Corporate Designs und der Bau einer Homepage für das zu gründende Geschäft. Die Stadt lässt für den Wettbewerbssieger Briefpapier drucken, Werbung schalten, ihn in Sachen Marketing, Steuern und Recht schulen.

Das Wichtigste ist es aber, die Idee in die Realität umzusetzen: in einem der bislang leeren Meißner Läden. Nicht nur dem Gewinner, sondern allen von einer Jury gekürten Preisträgern des Wettbewerbs verspricht die Stadt Geschäftsräume zu einer unschlagbar günstigen Miete: Für ein Jahr kosten sie nur einen Euro pro Quadratmeter kalt.

Möglich sei dieses Angebot durch die Zusammenarbeit mit Meißner Maklern, sagt Wirtschaftsförderer Martin Schuster. „Sie sind bereit dazu, diesen besonderen Mietpreis anzubieten.“ Alle Beteiligten sehen die Chance auf Gewinn. Der Stadt stünde weniger Leerstand gut zu Gesicht. Für die Makler ist eine geringe Einnahme immer noch besser als gar keine Einnahme – zumal die Hoffnung besteht, dass die neuen Mieter Erfolg haben und bleiben.

Das Ziel sei es, neue und qualitativ hochwertige Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe in der Meißner Innenstadt anzusiedeln, so Wirtschaftsförderer Martin Schuster. Aufgabe von Stadtmarketing-Manager Christian Friedel ist es nun, um Interessenten zu werben, die in Meißen solche Läden und Lokale eröffnen wollen. Das werde man überregional tun, so Christian Friedel. „Wir werben in Sachsen und in anderen Bundesländern.“ Bis zum Jahresende können dann Teilnahmewillige ihre Geschäftsidee schriftlich bei der Stadtverwaltung einreichen.

Die Stadt beruft eine Jury ein, zu der Vertreter von Banken, Verbänden, Unternehmens-, Steuer- und Existenzgründerberatungen gehören sollen. Sie prüft alle Bewerbungen und soll schließlich Anfang 2019 einen oder mehrere Preisträger des Meißner „Startschusses“ küren. „Wie viele Geschäftsideen eine Förderung bekommen und wie viele Teilnehmer entsprechend einen Betrieb neu eröffnen, hängt von der Originalität und Zukunftsfähigkeit der eingereichten Ideen ab“, so Martin Schuster.

Von Februar bis Mai des nächsten Jahres sollen dann schon die ersten Förderungen des „Existenzgründerpakets“ umgesetzt werden: Schulungen, der Bau der Internetseite, der Einzug in den neuen Laden. Im Frühjahr könnte die erste Geschäftseröffnung gefeiert werden.

Am Wettbewerb können sich Gründungswillige beteiligen, die in Meißen ihr erstes oder zusätzlich zu einem bestehenden ein neues Geschäft eröffnen wollen. Wer Interesse hat, bewirbt sich beim städtischen Wirtschaftsförderer unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! de oder per Post an Stadt Meißen, Wirtschaftsförderung, Markt 1 in 01662 Meißen. Informationen über den Wettbewerb gibt es bei Christian Friedel unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und bei Martin Schuster unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .