Neuer Treff im Heil- und Kräutergarten

Im Heil- und Kräutergarten an der Meißner Wiesengasse gibt es nun mehrmals in der Woche einen offenen Treff für Kinder und Jugendliche Foto: Grau

Im SoPro-Garten an der Meißner Wiesengasse können Kinder und Jugendliche nicht nur säen, jäten und ernten. Die Stiftung bietet ihnen vier mal wöchentlich einen Treffpunkt an.

Karin Sauke lädt zur Gartenarbeit ein und Kinder sind begeistert. Kein Wunder, wenn der Garten ein Idyll ist. Er liegt direkt an der Elbe, hat nicht nur Beete und Gewächshäuser, sondern auch Bäume und Wiesen. Ein gemütlich eingerichteter Bauwagen dient als Unterschlupf bei Regen und für ein paar Minuten Pause vom Trubel. Der Heil- und Kräutergarten der Stiftung Soziale Projekte (SoPro) in Meißen-Cölln gefällt selbst Kindern, die mit Säen, Jäten und Ernten sonst nichts am Hut haben.

Auf dem Gelände an der Wiesengasse leitet die Cöllner Künstlerin Karin Sauke für die nächsten zwei Jahre das jüngste Projekt der städtischen SoPro-Stiftung. Unter dem Motto „Faszination Natur“ empfängt sie montags bis donnerstags alle Kinder und Jugendlichen im Garten, die hier Freunde treffen, Hausaufgaben machen, bei der Gartenarbeit helfen oder basteln wollen. „Es ist ein offenes Angebot für alle Kinder und Jugendlichen aus dem Viertel“, sagt Sauke.

Die Idee für den Treff im Heil- und Kräutergarten haben Cöllner Bürger, Stadtteilmanagerin Saskia Panke und die Mitarbeiter der SoPro gemeinsam entwickelt. „In den letzten Monaten haben wir uns im Stadtteil umgehört, was die Leute hier vermissen“, so SoPro-Geschäftsführerin Christine Hauke. Den häufig genannten Treffpunkt für die jungen Cöllner gibt es jetzt im Heil- und Kräutergarten.

Montags bis donnerstags von 14.00 bis 17.00 Uhr empfängt sie Karin Sauke an der Wiesengasse. Die Aktivitäten sollen sich nicht nur nach dem Gartenjahr, sondern auch nach den Wünschen der Gäste richten. „Ich frage auch, was die Kinder und Jugendlichen interessiert“, sagt Karin Sauke. Danach werde sich dann das Angebot an Projekten und Workshops richten. Die Palette könne von Kunst bis Kochen reichen. Bei einer ersten Aktion geht es um Gartengestaltung. „Wir wollen hier auf dem Gelände ein Weidentipi bauen.“

In diesem und dem nächsten Jahr wird der offene Treff im Heil- und Kräutergarten mit Geld aus dem Europäischen Sozialfonds der EU finanziert. Rund 68.000 Euro Förderung gibt es dafür. „Nach zwei Jahren werten wir aus, wie der Treff angenommen wird“, sagt Oberbürgermeister Olaf Raschke. Läuft er gut, sei eine Verlängerung möglich.

Die Stiftung Soziale Projekte bietet bereits linkselbisch einen offenen Treff für Kinder und Jugendliche an. Im „Roten Haus“ der SoPro gibt es den „Treff unterm Dach“. „Da haben wir ein ganz ähnliches Konzept“, sagt Geschäftsführerin Christine Hauke. Die Besucher kommen, um Freunde zu treffen, zu entspannen, zu basteln oder auch mal Hausaufgaben zu machen. Auch Gartenarbeit ist möglich. „Dafür nutzen wir dann den Garten hinterm Haus.“