Probephase für Meißens neuen Blitzer

Die Stadt hat sich ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät angeschafft. Ab April soll es im Einsatz sein.

Schon Ende Februar war „Leivtec XV3“ nach Meißen geliefert worden. Noch testen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Anschaffung, ab dem 1. April soll sie dann regulär in Betrieb sein: Dann blitzt auch die Stadt Meißen Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind, mit einer mobilen Geschwindigkeitsmessanlage.

Deren Kauf war im vergangenen Jahr nach einer Art Probephase beschlossen worden. Ein Jahr lang – vom Sommer 2017 bis zum Sommer 2018 – hatte die Stadtverwaltung an verschiedenen Orten die Geschwindigkeit durchfahrender Autos gemessen und dabei den Fahrern ihr Tempo auf einer Anzeige mitgeteilt. Die Ergebnisse waren ernüchternd.

Knapp 300.000 mal wurde in dem Jahr gemessen. Dabei waren mehr als 60 Prozent der Fahrer zu schnell unterwegs. Besonders häufig wurde etwa in der Rauhentalstraße und am Dobritzer Berg gerast: Dort seien 85 Prozent der Fahrer zu schnell unterwegs gewesen, so Dr. Michael Eckardt, Sprecher der Meißner Stadtverwaltung. An der Hohen Wiese im Stadtteil Bohnitzsch seien es sogar über 90 Prozent gewesen.

Deshalb soll nun in Meißen, wer nicht langsam fahren will, fühlen. Ab 1. April folgt für zu schnelle Fahrer auf das Blitzen die Zahlungsaufforderung. Man werde regelmäßig und an wechselnden Orten in der Stadt kontrollieren, heißt es von der Stadtverwaltung. Die Kontrollen sollten das Bewusstsein für die in der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebene Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit stärken, so Stadt-Sprecher Eckardt.