Meißens neuester Kindergarten ist eröffnet

Das Team der neuen Kita auf dem Kalkberg um Leiterin Therése Kayser (li.) Foto: Stadt Meißen

Auf dem Kalkberg können in einer neu gebauten Einrichtung bis zu 60 Kindergartenkinder betreut werden. Im nächsten Jahr kommt noch eine Kinderkrippe mit 28 Plätzen dazu.

Auf dem Meißner Kalkberg war bis vor ein paar Monaten zu sehen, wie sich Abwanderung in einer Stadt bemerkbar macht. Als nach 1990 Meißens Einwohnerzahl sank, fehlte es besonders an jungen Leuten und Kindern. Die Stadt schloss Schulen: unter anderem eine der beiden auf dem Kalkberg. Das leere Schulhaus wurde abgerissen.

Auf dem Kalkberg ist nun zu sehen, wie sich Zuwanderung und leicht steigende Einwohnerzahlen in einer Stadt bemerkbar machen. Seit ein paar Jahren nimmt die Zahl der Kinder unter Meißens Einwohnern besonders deutlich zu. Die Stadt braucht dringend mehr Kinderkrippen- und Kindergartenplätze. Deshalb gibt es jetzt gibt es auf dem Kalkberg, wo einst die Schule stand, eine nagelneue Kindertagesstätte. Seit dem 3. Dezember ist sie geöffnet.

Das jüngste Ergebnis des nun schon einige Jahre anhaltenden Meißner Kita-Baubooms ist ein Flachbau, der Platz für die Betreuung von zunächst bis zu 60 Kindergartenkindern bietet. Die abgerundete Form des Baus wurde von den Architekten des Dresdner Büros „deusch von olberg schneider“ entworfen – passend zum Grundstück an der Querstraße.

Im Kindergarten gibt es vier „Themenräume“, von denen Kinder und Erzieher direkt auf befestigte Terrassen oder gleich weiter in den Garten der Kita gehen können. Bodentiefe Fenster lassen Licht und Luft in die Räume. Schutz vor Sonne und Hitze bieten bei Bedarf Markisen. Während die Zimmer, in denen die Kinder spielen, essen und schlafen gut belichtet und belüftbar sind, sind die reinen Funktionsräume wie Umkleiden in der Mitte des Hauses angeordnet. Sie kommen auch ohne Tageslicht aus. Eine weitere Besonderheit des neuen Kindergartens ist ein großer Flur, der auch als Spielfläche genutzt werden kann.

Die Freiflächen um die Kita sollen noch in diesem Jahr fertig werden, heißt es von der Meißner Stadtverwaltung. Dabei ist die neue Kalkberg-Kita in Teilen noch Baustelle. Denn schon vor der Kindergarten-Eröffnung begann die Erweiterung: Im dritten Quartal 2019 soll ein Kinderkrippen-Teil mit 28 Betreuungsplätzen eröffnet werden. Geplant ist er von denselben Architekten: So entsteht am Ende eine Kindertagesstätte „aus einem Guss“. Für den Bau des Kindergartens wurden rund 1,8 Million Euro ausgegeben. Für die Krippe werden noch einmal rund 780.000 Euro dazukommen. Für den Bau flossen auch Fördermittel von Bund, Land und Landkreis.

Träger der neuen Kita ist die Stadt Meißen. Die Leitung des Hauses übernimmt Therése Kayser. Mit ihrem Team will sie unter anderem nach modernen frühpädagogischen Konzepten arbeiten. Dass die Kita-Plätze gut angenommen werden, ist zu erwarten: In Meißen ist der Bedarf groß, auch andere Träger planen derzeit Kita-Neubauten in der Stadt. In Stadtrat und Stadtverwaltung hofft man, mit dem eigenen Neubau auch der Entwicklung des Wohngebiets am Kalkberg neuen Schwung zu geben. Geplant ist es, an der Querstraße auch Grundstücke für den Eigenheimbau auszuweisen. Der städtische Vermieter SEEG hat in dem Viertel erst jüngst einen Neubau mit Mietwohnungen eröffnet und lässt an der Zaschendorfer Straße bereits einen weiteren bauen.