Beim Schulbau drei kleinere statt ein großer Wurf

Meißens Stadtrat hat entschieden: 1,7 Millionen Euro Fördergeld werden für Bauarbeiten an drei Schulen aufgeteilt. Für die Zukunft wollen die Räte Prioritäten setzen.

Nicht für eine, nicht für zwei, sondern für drei Meißner Schulen wird das Fördergeld aus dem sächsischen „Investitionskraftstärkungsgesetz“ ausgegeben. So haben es die Stadträte bei ihrer jüngsten Sitzung nach längerer Debatte beschlossen. Knapp 1,7 Millionen Euro Förderung werden demnach auf die Freie Werkschule, die Förderschule (L) und die Triebischtalschule aufgeteilt.

Rund 160.000 Euro bekommt die Freie Werkschule für die Sanierung und den Ausbau des Weinbergshauses auf dem Crassoberg. Für knapp 1,2 Millionen Euro sollen die Außenanlagen der Förderschule auf dem Kalkberg neu gebaut werden. Nach der Sanierung des Schulhauses entstehen dort unter anderem Sportanlagen und ein Schulgarten. Die Oberschule im Triebischtal bekommt für rund 300.000 Euro einen neu gestalteten Pausenhof.

Die geplanten Bauarbeiten an der Triebischtalschule waren schließlich ein wichtiger Punkt in der Debatte der Stadträte. Mehrere von ihnen forderten, die komplette Fördersumme an dieser Schule einzusetzen. Dort bestehe noch erheblicher Sanierungsbedarf.

Den gibt es allerdings auch an anderen Meißner Schulgebäuden. Erneut wurde von Stadträten ein Konzept angemahnt, das den Sanierungsbedarf an allen Einrichtungen betrachtet und gewichtet. Derzeit operiert die Stadt mit etlichen größeren und kleineren Einzelprojekten. So ist zum Beispiel die Sanierung der Förderschule begonnen, der Bau einer neuen Grundschule und die Sanierung des Schulhauses am Questenberg stehen bevor. Für den Mangel an Gymnasiumsplätzen hat die Stadt dagegen noch keine Lösung. Die Sanierung des Hauses B des Franziskaneums steht ebenfalls aus.

Die Prioritätensetzung in der Meißner Schulentwicklung soll deshalb Thema der nächsten Stadtratssitzung sein. Auf Antrag der CDU-Fraktion findet am Mittwoch, dem 29. August, eine Sondersitzung statt. Bei diesem Treffen will die CDU aber auch noch andere Themen auf die Tagesordnung bringen. Es soll zum Beispiel um die Personalausstattung der Meißner Kitas gehen: Erst jüngst hatten Elternvertreter der Kita „Zwergenmühle“ über einen Mangel an Erziehern in der Einrichtung geklagt. Des Weiteren sollen die Nachnutzung der früheren Gewichtheberhalle im Heiligen Grund und ein Grünflächenkonzept für die Stadt diskutiert werden.

Die Sondersitzung des Stadtrats findet am 29. August im Innovationscentrum Meißen an der Ossietzkystraße im Triebischtal statt. Der angestammte Tagungsort im großen Saal des Rathauses ist an diesem Tag bereits für eine Konferenz reserviert.