Weg frei für die Sanierung der Johanneskirche

Der Stadtrat bewilligt einen Zuschuss für die Sanierung der Kirche in Meißen-Cölln. Bis 2021 soll die Johanneskirche nun vom Dach bis zu den Grundmauern ertüchtigt werden.

Afra- und Frauenkirche grüßen mit neuen Dächern von der Altstadt herüber. Auch die Bohnitzscher Schwesterkirche Sankt Trinitatis ist seit ein paar Jahren saniert. Nur die Johanneskirche in Meißen-Cölln hängt noch hinterher: Das soll sich nun ändern. Meißens Stadtrat gab grünes Licht für eine grundlegende Sanierung der Kirche in vier Etappen. Dazu schießt die Stadt über vier Jahre insgesamt 276.000 Euro zu – zehn Prozent der auf insgesamt 2,76 Millionen Euro geschätzten Baukosten.

Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen: Im ersten Schritt werden Dach und Gewölbe der Kirche saniert. Die letzten grundlegenden Reparaturarbeiten wurden in den Jahren der DDR erledigt. Inzwischen haben Setzungen zu Rissen geführt. Sie ziehen sich auch durch ein besonders wertvolles Fresko im Kirchen-Innenraum: Der Künstler Sascha Schneider, bekannt durch seine Illustrationen der Bücher von Karl May, zeichnete es vor über 100 Jahren in Jugendstil-Formen auf den Triumphbogen über dem Altar.

Bis 2021 will die Cöllner Johannesgemeinde auch den Innenraum und die Fassade der Kirche sanieren lassen. Ebenso wird die historische Parkanlage um die Kirche verschönt. Ziel aller Bauarbeiten sei es, die Kirche für die nächsten Jahrzehnte der Nutzung fit zu machen, heißt es. Für den Stadtteil Cölln ist die Johanneskirche eben nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein Ort der Kultur und ein Treffpunkt der Bewohner.

Im Bauausschuss des Stadtrats gab es dennoch Querelen um die geplante Sanierung der Kirche. Hier wurde der städtische Zuschuss, ohne den die Gemeinde aber keine Fördermittel aus dem Programm zum „Stadtumbau Ost“ bekommen kann, noch abgelehnt. Wenige Tage später und nach einem Appell von Pfarrerin und Architekt korrigierte der Stadtrat diese Entscheidung. Die Kirche selbst bringt einen Eigenanteil von 644.000 Euro für die Sanierung auf.