Meißner Bürgerinitiative ist nun ein Verein

30 Mitstreiter haben den Verein "Bürger für Meißen - Meißen kann mehr" gegründet. Sie wollen sich nun auf längere Zeit in die Stadtentwicklung einbringen.

Die Initiative „Bürger für Meißen – Meißen kann mehr“ ist nun ein Verein. Anfang Mai hätten 30 Mitgründer bei einem Treffen die entsprechende Urkunde unterzeichnet. Notariell seien die Gründung und die Satzung des neuen Vereins am 18. Mai bestätigt worden, so Walter Hannot, der sich seit Monaten für die Initiative engagiert. Zu Vorständen des Vereins „Bürger für Meißen – Meißen kann mehr“ seien Kathrin Christl, Christina König, Ingolf Brumm, Frank Buchholz, Jens Löffler und Gerd Wegner gewählt worden. Sitz des Vereines ist eine Geschäftsstelle am Nikolaisteg 8 in Meißen. Dort solle es in Zukunft auch regelmäßige Öffnungszeiten geben.

In ihrer Satzung hat die Bürgerinitiative verschiedene Ziele für ihre Arbeit genannt. Sie beziehen sich unter anderem auf das Jahr 2029, in dem Meißen das 1.100. Jubiläum seiner Gründung feiert. Die Stadt solle bis dahin ein attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten sein und weit über ihre Grenzen ausstrahlen, fordern die Mitglieder der Bürgerinitiative. Man betrachte also die Stadtentwicklung über das nächste Jahrzehnt. In dieser Zeit, der "Vorbereitungsdekade" auf das Stadtjubiläum, solle sich die Stadt beispielsweise für die Austragung einer Landesgartenschau bewerben und damit das Triebischtal aufwerten. „Weitere Ziele könnten aber auch eine Landesausstellung 2029 in Meißen sein, vielleicht in Verbindung mit Schloss Siebeneichen und einem Museum der Romantik“, so Walter Hannot.

In der Stadtpolitik mischt die Initiative bereits mit. So hat sie zum Beispiel die Planungen für den Ausbau des Plossenaufstiegs wieder auf die städtische Agenda und einen Kandidaten für die diesjährige Oberbürgermeisterwahl ins Spiel gebracht. Der ehemalige Chef der Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, tritt – angefragt von der Initiative – als unabhängiger Bewerber um das OB-Amt an.