Bürgerstiftung wirbt mit Fest für ihr Projekt

Mitglieder der Bürgerstiftung bringen sich schon für das "Bewegungsfest" in Schwung. Auf dem Markt üben sie, wie ein "Fröbelturm" gebaut wird. Ende März soll der Stadtrat entscheiden, ob die Stiftung die Jahnhalle bekommt. Foto: Bahrmann

Meißens Stadtrat hat über die Vergabe der Jahnturnhalle entschieden. Die Bürgerstiftung plant ein Fest, das für die "Bewegungslandschaft" in der Halle wirbt.

Ende März hat der Stadtrat über die Zukunft der Meißner Jahnturnhalle entschieden. Für einen Euro soll die verfallene, doch als Denkmal geschützte Halle nebst einem Teil des Außengeländes an die frisch gegründete Bürgerstiftung Meißen abgegeben werden. Bis 2022 bekommt die Stiftung Zeit, die Halle zu sanieren. In ihr soll eine „Bewegungslandschaft“ entstehen, die alle Meißner nutzen können.

Mit einem „Bewegungsfest“ stimmt die Bürgerstiftung am Sonnabend, dem 8. April, die Stadt auf ihre Pläne ein. Vom Heinrichsplatz bis in die Rosengasse kann dabei an „Bewegungsstationen“ geturnt und gespielt werden.

Sportwissenschaftlerin Johanna Singer organisiert ehrenamtlich das Programm. Sie betont, dass die Bürgerstiftung diverse Meißner Vereine in das Fest eingebunden hat. „Zwölf Vereine werden mitmachen und je eine ‚Bewegungsstation’ gestalten“, so Singer. Sportvereine wie die SG Kanu und der Turnverein seien dabei, aber auch eher sportferne Gruppen wie der Kunst-, der Kultur- und der Gewerbeverein. „An dem Tag wird es nicht um Leistungssport gehen“, sagt Johanna Singer. „Jeder, der will, kann mitmachen: kostenfrei und auch ohne Sportdress.“ Die Bürgerstiftung selbst werde von 10.00 bis 17.00 Uhr mit einer Station auf dem Markt vertreten sein. Dort dürfe nicht nur geturnt werden. „Wir werden an unserem Stand auch über das Vorhaben der Jahnhallen-Sanierung informieren.“

Die Jahnhalle selbst wird am 8. April nicht für Besucher zugänglich sein. Als das „Bewegungsfest“ geplant wurde, sei noch nicht abzusehen gewesen, ob und wann die Stiftung die Jahnhalle zugesprochen bekommt, sagt Johanna Singer.

Zuletzt hatte es wieder Debatten um die Jahnhalle gegeben. Die Stadt hatte die marode Immobilie, die seit über zehn Jahren leer steht und verfällt, mehrfach ausgeschrieben. Als Bieter waren die Bürgerstiftung und ein Bauunternehmer im Rennen. Die Stiftung will in der Halle und auf einem Teil des Außengeländes die „Bewegungslandschaft“ einrichten. Der Unternehmer plante Wohnbebauung auf dem Areal. Die Stadt hat das Grundstück inzwischen teilen lassen. Der für die Stiftung vorgesehene Teil umfasst die Halle samt Nebengebäuden sowie einen Anteil vom Außengelände.