Umgestaltung des Dommuseums beginnt

Die Umgestaltung des Museums beginnt dank einer Spende: Zum Gruppenfoto haben sich Sparkassen-Vorstand Rainer Schikatzki, Dr. Matthias Donath vom Dombauverein, Landrat Arndt Steinbach und Dompropst Andreas Stempel (v.l.) aufgestellt Foto: Grau

Das Museum des Meißner Doms bekommt eine zeitgemäße und ansprechende Ausstattung. Die erste Etappe der Neugestaltung wird im Herbst abgeschlossen.

Klein und fein ist das 1999 eröffnete Museums des Meißner Doms. In vier Räumen nah am Kreuzgang können Besucher die Geschichte des Bauwerks näher kennenlernen. Die Ausstellung soll bald noch feiner werden. In zwei Schritten wird das Dommuseum neu eingerichtet. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Meißen machen mit einer Spende die Umgestaltung möglich.

Die Bauarbeiten beginnen im Sommer. Schon Ende Oktober will das Hochstift zwei neu eingerichtete Räume wieder eröffnen können. „Mit dem Museum stärken wir den Dom als eine Meißner Attraktion“, sagt Dr. Matthias Donath, Vorsitzender des Dombauvereins und federführend bei der Neukonzeption. Mehr Besucher sollen kommen, die Gäste sollen länger im Dom bleiben und dort mehr erfahren. „Immer wieder fragen Gäste, warum sie für den Besuch einer Kirche Eintritt zahlen müssen“, sagt Donath. Zum Beispiel, weil ihnen Wissen auf anregende Art vermittelt wird.

In den beiden, in diesem Jahr umgestalteten Museumsräumen sehen sie dann etwa einen Animationsfilm zur Geschichte des Meißner Doms. „Dabei ist die Herausforderung, die komplexe Geschichte interessant und kurzweilig zu vermitteln“, sagt Donath. Alles in allem würden im Dommuseum nach der Neugestaltung mehr moderne Medien eingesetzt. Wissen soll in kürzeren Texten vermittelt werden – auf Deutsch und Englisch.

Die Umgestaltung werde auch die Glanzpunkte der Sammlungen des Doms stärker ins Licht rücken. Derzeit wuchere man noch zu wenig mit den Pfunden, die man habe, so der Historiker Dr. Matthias Donath. „So ist zum Beispiel kaum bekannt, dass wir eine der größten Sammlungen von Cranach-Bildern haben.“ Dieser künstlerische Schatz werde im neugestalteten Dommuseum angemessen präsentiert.

Bis das kleine, feine Museum komplett umgebaut ist, vergeht allerdings noch etwas Zeit. An die Neueröffnung von zwei Räumen im Herbst 2018 schließt sich erst einmal eine Umbaupause an. Die zweite Etappe, in der die beiden anderen Museumsräume ein „Facelifting“ bekommen, folge vermutlich 2020 oder 2021, so Donath. Für den Umbau des gesamten Museums würden insgesamt rund 180.000 Euro benötigt. Die Summe ist noch nicht gänzlich beisammen.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Meißen haben jedoch schon kräftig vorgelegt. Meißens Landrat Arndt Steinbach und Sparkassen-Vorstand Rainer Schikatzki überreichten eine Spendenzusage über einen „niedrigen sechsstelligen Betrag“.

Die Summe ist auch ein sehr willkommenes Geburtstagsgeschenk für das Hochstift Meißen. Das Stift, dem der Dom gehört, begeht in diesem Jahr sein 1.050-jähriges Bestehen: Es ist damit Sachsens älteste Institution. Im Jubiläumsjahr wird aber nicht nur gefeiert. Die Domherren stellen auch Weichen für die Zukunft des Doms. Meißens bekanntestes Bauwerk soll für Besucher attraktiver werden. Neben der Umgestaltung des Museums ist auch der Umbau des Kassenbereichs und des Souvenirverkaufs geplant. Er soll im kommenden Winter stattfinden.