Bilanz der Schmalspurbahnen

Rund 390.000 Fahrgäste wurden im vergangenen Jahr in den Zügen von Lößnitzgrund- und Weißeritztalbahn gezählt. Diese Bilanz nennt Mirko Froß, Betriebsleiter der Betreiberin Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), „solide“.

Dabei sind auf der Weißeritztalbahn rechnerisch weniger Leute mitgefahren als ein Jahr zuvor. Die ermittelten 155.000 Fahrgäste des Jahres 2018 waren 37.000 weniger als 2017: Froß erklärt das mit einer Umstellung der Berechnungsgrundlage. „In der Vergangenheit gingen die Familientageskarten mit zwölf Fahrgästen je verkauftem Ticket in die Statistik ein, da es für sechs Personen und mindestens die Hin- und Rückfahrt gilt. Diesen Wert haben wir auf Basis der durchschnittlichen Familiengröße und unserer Erfahrungen auf acht reduziert.“

Doch auch mit der alten Methode hätte bei der Weißeritztalbahn noch ein Rückgang von 25.000 Passagieren gestanden. Das erklärt man sich bei der Betreibergesellschaft mit dem außerordentlich großen Fahrgast-Andrang des Jahres 2017: Damals war nach jahrelanger Pause wegen Hochwasserschäden endlich die komplette Strecke wiedereröffnet worden.

Mit der Lößnitzgrundbahn fuhren im vergangenen Jahr zwischen Radebeul und Radeburg mehr Fahrgäste als 2017. Insgesamt 232.000 Passagiere wurden gezählt, 4.000 mehr als im Vorjahr. Nach alter Berechnungsmethode hätte man im Lößnitzgrund sogar über 10.000 Passagiere mehr gezählt.

Zu dem Ergebnis der Schmalspurbahnen tragen wesentlich auch die Veranstaltungen bei. In diesem Jahr sind insgesamt 120 geplant. Höhepunkte sind wieder die „Schmalspurbahn-Festivals“: am 13. und 14. Juli an der Strecke der Weißeritztalbahn und am 14. und 15. September an der Lößnitzgrundbahn.