Winzer fordern per Petition Änderung

Im sächsischen Weinbau sind viele Kleinwinzer aktiv. Sie protestieren gegen die Beitragspflicht zur Sozialversicherung. Foto: Archiv

Dass Sachsens Kleinwinzer für ihr Hobby Beiträge zur Sozialversicherung zahlen müssen, hat für Entrüstung gesorgt. Mit einer Petition fordern die Winzer nun Änderungen.

Sind Sachsens Kleinwinzer „landwirtschaftliche Unternehmer“? Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sieht es so und verlangt seit einigen Monaten von ihnen Versicherungsbeiträge. Der großen Entrüstung darüber folgt nun eine Petition: Vertreter der sächsischen Winzer und des Weinbauverbands Sachsen haben sie an den ehemaligen Bundesinnenminister und heutigen Meißner Bundestagsabgeordneten Thomas de Maiziere (CDU) übergeben. Sie fordern eine Überarbeitung der neuen Sozialversicherungsregelungen und damit auch der Beitragszahlungen.

In ihrer Petition monieren die sächsischen Winzer, dass die Neuregelung nicht nur die Kleinwinzer im östlichsten deutschen Anbaugebiet benachteilige. Bundesweit gäbe es rund 8.600 Winzer, die in ihrer Freizeit jeweils weniger als 0,25 Hektar bewirtschafteten. Zusammen bestellten sie nur 0,8 Prozent der gesamten deutschen Rebfläche. Dennoch zahlten diese Winzer zehn Prozent der Beiträge, die die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau einnehme.

Das bezeichnen die 3.000 sächsischen Winzer, die die Petition unterschrieben haben, als ein „Missverhältnis“. Sie fordern, dass für den Weinbau wie schon für andere landwirtschaftliche Branchen eine Bagatellgrenze bei der Beitragspflicht eingeführt wird. Winzer, die weniger als 0,25 Hektar Rebfläche bewirtschaften, sollen von der Zahlung befreit werden.