Pläne für Jahnhalle überarbeitet

Die Gründer einer Meißner Bürgerstiftung haben ihre Bewerbung für die Jahnsporthalle am Jüdenberg überarbeitet. Die Sanierung und der Umbau des maroden Baudenkmals zu einem öffentlichen „Bewegungsraum“ ist das erste Ziel der neuen Bürgerstiftung.

Die überarbeitete Bewerbung soll einen Kompromiss mit den Plänen eines zweiten Interessenten ermöglichen. Bauunternehmer Uwe Risse hatte sich bei der Stadt ebenfalls um die Jahnhalle und das dazugehörige Außengelände beworben: Er will dort Wohnungen schaffen.

Die wichtigste Veränderung in den Planungen der Bürgerstiftungs-Gründer: Das als Freiluft-„Bewegungslandschaft“ vorgesehene Außengelände wird verkleinert. Das ist offenbar das Ergebnis monatelanger nicht-öffentlicher Verhandlungen mit Vertretern der Stadt und dem anderen Interessenten.

Das letzte Wort über die künftige Nutzung der Jahnhalle haben jedoch die Meißner Stadträte. Sie entscheiden, welchem Bewerber Halle und Außengelände zugesprochen werden.

Die als Denkmal geschützte Jahnhalle steht seit 2005 leer. Obwohl es in der Zwischenzeit eine Notsicherung gegen Schwammbefall gab, leidet die Bausubstanz unter Verfall und Vandalismus. Ein Meißner Sportclub hatte die Halle vor einigen Jahren für den symbolischen Preis von einem Euro übertragen bekommen. Nachdem die Sanierung in Vereinsregie jedoch scheiterte, fiel die Immobilie wieder an die Stadt zurück.