Meißens freie Läden und Büros auf einen Blick

Gute Laune und viele Angebote zum Start: Die beteiligten Makler, Meißens Wirtschaftsförderer Martin Schuster und OB Olaf Raschke stellten das neue Portal für die Meißner Gewerbeimmobilien vor Foto: Grau

Gegen den Leerstand von Gewerbeimmobilien gehen Makler, die Stadt und der Betreiber eines Internetportals gemeinsam an. Sie haben eine einheitliche Vermittlungsplattform entwickelt.

Wer in Meißen eine Gewerbeimmobilie sucht, hat die Wahl. Leere Büros und Läden gibt es in der Stadt. Doch wie findet man das passende und bekommt alle Informationen zum Wunsch-Objekt auf einen Blick? Ab sofort auf der Internetseite „meissen.online“: Das Portal bietet nun auch eine Plattform für Angebote von Gewerbeimmobilien. Der Betreiber der Seite, Matthias Arzberger, hat sie gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Meißner Stadtverwaltung entwickelt.

Das Besondere: „meissen.online“ arbeitet mit mehreren großen Immobilienunternehmen der Stadt zusammen. Bestückt wird das Portal nicht nur mit Anzeigen des städtischen Vermieters SEEG, sondern auch von „Breitenstein Immobilien“, „Hofmann und Partner“, „G&W“ sowie „Lehmann-Immobilien“. Alle Makler übermitteln die Objektdaten ihrer freien Gewerbeimmobilien an „meissen.online“. Die Seite erstellt dann Internet-Exposés und entsprechende PDF-Dateien im einheitlichen Design. Nutzer der Internetseite können in der Datenbank gezielt nach Kriterien wie Lage, Fläche oder Preis filtern.

Betreiber Matthias Arzberger verspricht den Nutzern ständige Aktualität des Portals. „Vermietete Objekte werden umgehend aus der Datenbank genommen.“ Immer wieder würden die Immobilien-Unternehmen neue Angebote liefern. Meißens Wirtschaftsförderer Martin Schuster setzt darauf, dass die neue Vermietungsplattform dem Handel und Gewerbe in der Stadt großen Nutzen bringt. „Wer in Meißen einen Standort für sein Unternehmen sucht, findet hier Exposés tagesaktuell und auf einen Blick.“ Mit dieser Auswahl könne die Stadt im Rennen um Ansiedlungen von Handel und Gewerbe punkten. Andernorts müssten sich Interessenten weit mühsamer bei verschiedenen Anbietern informieren.

Mit der Teilnahme von fünf bekannten Meißner Immobilienanbietern ist die Vielfalt der Angebote bereits beim Start groß. Über 50 Exposés von freien Gewerbeimmobilien seien schon zu Beginn eingestellt, sagt Matthias Arzberger. Vielleicht werden es bald noch mehr. „Das ist kein geschlossenes System. Wir freuen uns, wenn weitere Makler teilnehmen“, so Wirtschaftsförderer Martin Schuster. Für die Teilnahme zahlen die Firmen 20 Euro netto pro Monat.

Geworben wird für die Gewerbeimmobilien aber nicht nur im Internet. An die Fenster der zu vermietenden Läden und Büros werden QR-Codes angebracht, erklärt Martin Schuster. Wer sie mit seinem Handy oder Tablet scannt, wird auf die Vermittlungsplattform bei „meissen.online“ weitergeleitet.

Wie hoch ist aktuell der Leerstand bei den Meißner Gewerbeimmobilien? Da rede er nicht über Zahlen, so der Wirtschaftsförderer. Dass in der Stadt Geschäfte und Büros leer stehen, sei nicht zu übersehen. „Davor verschließen wir auch nicht die Augen. Ich rede aber lieber über den Handel und das Gewerbe, die da sind. Im Vergleich zu anderen Kommunen stehen wir gut da.“

Meißens Innenstadt hatte im vergangenen Jahr einen Aderlass erlebt. Mehrere Geschäfte schlossen. Doch einige davon wurden auch umgehend wieder genutzt. „Wir haben Neugründungen. Geschäfte ziehen in die Stadt“, sagt Schuster. Das neue Immobilienportal soll helfen, dass es noch mehr werden.

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