Die Stadt Meißen bekommt vom Bund knapp 2,3 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau von Breitband-Internetverbindungen im Stadtgebiet. Ein entsprechender Bescheid sei vor wenigen Tagen im Rathaus angekommen, so Stadt-Sprecherin Katharina Reso. Der Stadtrat hatte bereits im Februar für den Ausbau gestimmt und Geld für den städtischen Eigenanteil bewilligt. Derzeit läuft noch ein weiterer Antrag der Stadt auf Fördermittel: Gibt der Freistaat Sachsen noch 1,1 Millionen Euro dazu, kann der Ausbau zu 90 Prozent mit Fördergeld bezahlt werden.

Nach einer Analyse aus dem vergangenen Jahr muss vor allem an den Meißner Stadträndern „das Internet schneller werden“. Ziel ist es, nach den Baumaßnahmen 593 Haushalte und 58 Unternehmen mit zuverlässigen Bandbreiten von mindestens 100 Mbit/s zu versorgen. Rund vier Millionen Euro soll der Ausbau in den bislang unterversorgten Gebieten insgesamt kosten.

Die Stadt Meißen setzt darauf, dass mit schnellen Internetverbindungen auch die Stadtränder als Wohn- und Wirtschaftsstandorte attraktiver werden. Bis zum Ende des Sommers sollte der Fördermittelbescheid des Freistaats eintreffen: „Dann könnten die Vorbereitungen für den Ausbau noch in diesem Jahr beginnen und 2018 baulich umgesetzt werden“, so Meißens Wirtschaftsförderer Martin Schuster.

Im Landkreis haben in diesen Tagen neben Meißen noch weitere Kommunen Fördergeld des Bundes für den Breitband-Ausbau zugesagt bekommen. Rund 6,3 Millionen Euro fließen nach Riesa, rund 1,5 Millionen nach Stauchitz und 120.000 Euro nach Schönfeld.