Umbau des Burgberg-Aufzugs verzögert sich

Der Umbau am Meißner Burgberg-Aufzug beginnt später als geplant Foto: Archiv

Die angekündigten Bauarbeiten finden nicht zu Jahresanfang statt, sondern erst im März und April. Ostern und Pfingsten soll der Aufzug aber in Betrieb sein.

Anfang 2018 wird am Burgberg-Aufzug gebaut. So hatte es Meißens Stadtrat 2017 beschlossen. Die Pannenserien, mit denen der Aufzug bislang für Schlagzeilen sorgte, sollen mit dem geplanten Umbau endgültig Geschichte sein.

Doch im Januar und Februar wird sich nun doch noch kein Montagearbeiter am Burgberg blicken lassen. Die Umbauarbeiten werden auf das Frühjahr verschoben, heißt es zu Jahresanfang aus der Meißner Stadtverwaltung.

Nach den Worten von Stadt-Sprecherin Katharina Reso sind Verzögerungen bei der Planung und bei der Lieferung von Bauteilen Ursache der Verschiebung. Erst hätten noch Forderungen aller Beteiligten in die Bauplanungen eingearbeitet werden müssen. Dann brauche die Sonderanfertigung einer Schachttür aus speziell beschichtetem Edelstahl mehr Zeit.

Die Planungen für den Umbau des Aufzugs waren schwierig. Die Stadt hatte dafür den Architekten und Dombaumeister Dr. Knut Hauswald ins Boot geholt. Unter seiner Federführung musste zunächst ausgelotet werden, welche technisch vorteilhafte Lösung sich überhaupt mit Anforderungen des Denkmalschutzes vereinbaren lässt. Auf Bauarbeiten am Domplatz, an dem die Bergstation des Aufzugs liegt, hat das Landesamt für Denkmalschutz ein wachsames Auge.

Dass die Störanfälligkeit des Aufzugs ihre Ursache vor allem in der Konstruktion der Bergstation hat, wurde 2016 von einem Fachgutachter festgestellt. Wichtige elektronische Steuerteile seien dort vor schädlichen Witterungseinflüssen kaum geschützt. Mit den Bauarbeiten in diesem Jahr soll die pannenanfällige Drehtür der Bergstation durch eine speziell eingehauste Schiebetür ersetzt werden. Die Steuerungselektronik wird nicht mehr am Boden, sondern oben an der Tür untergebracht.

Für die neue Tür muss die Bergstation des Aufzugs verbreitert werden. Links und rechts des Aufzugs wird je ein halber Meter der Domplatz-Umfassungsmauer abgetragen. Das Landesamt für Denkmalpflege stimmte dieser Lösung im Herbst des vergangenen Jahres zu.

Neuer Termin für den Baubeginn am Aufzug ist nun der März. In der zweiten Märzhälfte werde zunächst ein Teil der Arbeiten erledigt, so Stadt-Sprecherin Katharina Reso. Zu Ostern gehe der Aufzug zwischenzeitlich wieder in Betrieb, bevor dann Anfang April der Hauptteil der Arbeiten beginne. Vor dem Pfingstfest solle der Umbau des Aufzugs beendet sein.

Durch die Verschiebung der Bauarbeiten fällt die für den Jahresanfang geplante Sperrung des Burgberg-Aufzugs aus. Für den Lift gelten deshalb die üblichen Betriebszeiten: bis Mitte März täglich von 8.00 bis 17.30 Uhr. „Sofern es die Witterung zulässt“, formuliert die Stadtverwaltung. Bislang häuften sich Pannen an kalten, schneereichen Wintertagen.