SEEG stellt sich neu auf und plant Kita-Neubau

Die SEEG ist Meißens größter Vermieter Foto: Grau

Das Meißner Wohnungsunternehmen bekommt eine neue Struktur. Ein neues Aufgabenfeld gibt es auch: Die SEEG plant den Bau einer Kita.

Meißens kommunales Wohnungsunternehmen SEEG gibt sich eine neue Unternehmensstruktur. Der Stadtrat gab jetzt grünes Licht für die Gründung einer Tochtergesellschaft, die von der „Mutter“ die Mitarbeiter, die Bewirtschaftung des kommunalen Wohnungsbestandes und die Immobilienverwaltung für andere Auftraggeber übernimmt.

Die SEEG Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsgesellschaft Meißen mbH bleibt eine dann als Immobilieneigentümerin eine „leere Hülle“, erläutert Geschäftsführerin Birgit Richter, die in zweiter Funktion auch die Leitung der neuen SEEG-Tochter übernehmen soll. Die neue Konstruktion biete zum einen steuerliche Vorteile. Zum anderen wolle man den eigenen Mietern in der Konstellation Dienstleistungen anbieten, die man bislang an externe Firmen vergeben habe.

Die Mitarbeiter der SEEG sollen zu gleichen Bedingungen wie bisher zur neuen Tochtergesellschaft wechseln. Für die Stadt ergäben sich durch die neue Struktur keine Veränderungen. Die Stadträte beschlossen die Neuaufstellung der SEEG einstimmig.

Ebenso wie ein Bauvorhaben der kommunalen Wohnungsgesellschaft. Die SEEG hat die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte in Meißen beantragt. Sie soll 36 Krippen- und 60 Kindergartenplätze haben. Damit käme Meißen der Deckung des Kitaplatz-Bedarfs näher. Derzeit fehlen in der Stadt 221 Krippen- und 134 Kindergartenplätze. Auch wenn die bereits genehmigten neuen Kitas auf dem Kalkberg und an den Elblandkliniken genutzt werden, bleibt eine Versorgungslücke.

Für die neue Kita der SEEG werden schon geeignete Grundstücke gesucht. Wie Oberbürgermeister Olaf Raschke sagt, sei unter anderem das Gelände der ehemaligen Rollschuhbahn an der Dresdner Straße ein Favorit. Noch sei aber keine endgültige festlegung getroffen. „Wir wollen die neue Kita gern im rechtselbischen Meißen ansiedeln, damit wir eine Konzentration auf einer Elbseite und in einem bestimmten Stadtgebiet vermeiden.“ Welcher Träger die neue SEEG-Kita schließlich betreibt, soll in Abstimmung mit der Stadt festgelegt werden.