Tresor schwebt am Kranhaken ins neue Archiv

Mit einem Kran wurde der Tresor ins neue Meißner Stadtarchiv transportiert Foto: Stadt Meißen

Der Umzug des Meißner Stadtarchivs in die Rote Schule ist abgeschlossen. Als letztes Stück wurde der schwere Tresor an den neuen Ort gebracht.

Die Abschlussetappe des Umzugs war die schwerste. Als letztes Stück wurde der große Tresor vom alten an den neuen Standort des Meißner Stadtarchivs gebracht.

Zwar ging die Reise am 16. November nur vom Kleinmarkt 5 in die benachbarte Rote Schule. Doch die Vorbereitungen für den Transport des Tresor-Koloss’ waren umfangreich. Mit rund zwei Tonnen Gewicht und einer Höhe von 2,30 Metern ließ er sich nicht einfach die Treppen herunter und wieder hinauf tragen. Transportiert wurde der Tresor mit einem Kran und Unterstützung durch Fachleute von der Spezialfirma „Dresdner Ratschaisenträger“. Bevor er in die Rote Schule gehoben werden konnte, musste dort übergangsweise ein Fenster vergrößert werden. Die Tischlerei Böhme aus Gauernitz baute dafür das Kämpferprofil aus.

Auch in der Roten Schule werden im Tresor besonders wertvolle Stücke aus dem Bestand des Stadtarchivs verwahrt. Dazu zählen einige mittelalterliche Urkunden, mittelalterliche Handschriften und seltene Bücher. Auch die Gründungsurkunde der Fürstenschule Sankt Afra aus dem Jahr 1543 wird im Tresor verwahrt.

Insgesamt zogen in den vergangenen Wochen rund 1.800 Urkunden, 30.000 Bücher, 2.000 Karten und Pläne, 10.000 Grafiken und 6.000 Fotos vom Kleinmarkt 5 in die Rote Schule um. Der Bestand des Stadtarchivs nimmt dort in einem fahrbaren Archivregalsystem rund 2.000 Regalmeter ein.

Für die sichere Unterbringung der Archivalien waren zuvor zwei Etagen der Roten Schule um- und ausgebaut worden. Die neuen Räume erfüllen jetzt alle Ansprüche an Statik, Brandschutz und Klima. Die Räume sind verdunkelbar und teilweise klimatisiert, um die empfindlichen Dokumente vor Umwelteinflüssen zu schützen. Im neuen Archiv der Stadt Meißen ist auch noch Platz für weitere Dokumente: Es soll genug Kapazität für die nächsten 30 Jahre bieten.