Meißen zahlt Nachschlag bei der Kreisumlage

Das sind nur 0,001 Prozent der Summe, die die Stadt zusätzlich an den Landkreis überweisen muss Foto: Archiv

Die Stadt muss mehr Umlage an den Landkreis zahlen, als ursprünglich geplant: Ein hoher sechsstelliger Betrag wird als Nachschlag fällig. Dafür gibt es zwei Gründe.

Das wird teuer für die Stadt: Meißen muss für dieses Jahr eine deutlich höhere Umlage an den Landkreis zahlen, als zunächst geplant. 848.417 Euro zusätzlich werden fällig. Der Stadtrat beschließt die überplanmäßige Ausgabe auf seiner Sitzung Ende September.

Als der Rat vor zwei Jahren den städtischen Doppelhaushalt für 2016 und 2017 beschloss, war der Satz der von den Kommunen zu zahlenden Kreisumlage mit 33,3 Prozent noch niedriger als heute. Der Landkreis braucht Geld. Für dieses Jahr beschloss der Kreistag einen Umlagesatz von 34,38 Prozent. Die Auswirkungen spüren neben Meißen auch alle anderen Städte und Gemeinden des Kreises.

Allerdings gäbe es auch einen positiven Grund für den Umlage-Nachschlag, heißt es aus der Meißner Stadtverwaltung. Die Stadt habe 2016 mehr Steuern eingenommen, als ursprünglich geplant. Vor allem die Gewerbesteuereinnahmen hätten sich „positiv entwickelt“. Die von den Kommunen zu zahlende Kreisumlage wird anhand der Steuerkraft und der Schlüsselzuweisungen berechnet, die den Städten und Gemeinden zufließen.

Insgesamt hat Meißen für 2017 rund 10,3 Millionen Euro an den Landkreis zu zahlen. Ursprünglich hatte die Stadt mit einer Summe von knapp 9,5 Millionen Euro gerechnet.