Ausgleichsbeträge für Verschönerungen genutzt

Das Geld, das Immobilienbesitzer für die Stadtsanierung im Meißner Zentrum zahlten, wird wieder in dem Gebiet investiert. Der Stadtrat hat dafür die ersten zwei Projekte beschlossen.

Die Ausgleichsbeträge, die Immobilieneigentümer in Sanierungsgebieten vorfristig gezahlt haben, müssen wieder in die Sanierungsgebiete investiert werden: So sieht es das Gesetz vor. Die Meißner Stadträte haben nun über zwei Bauvorhaben in der Altstadt entschieden, für die jener Geldtopf nun angezapft werden soll. Mit Hilfe der Ausgleichsbeträge will die Stadt den Kaendlerpark an der Altstadtbrücke und eine Baulücke in der Leipziger Straße verschönern lassen.

Ein erster Schritt zur Umgestaltung des Kaendlerparks wurde bereits vor einigen Wochen getan. Schüler der Freien Werkschule hatten unter Anleitung des Holzbildhauers Peter Kanis zwei neue große Sitz- und Spielmöbel geschaffen: Sie wurden im Park aufgestellt. Damals noch ohne „Rahmenplan“ zur gänzlichen Umgestaltung des kleinen Parks: Einem solchen haben erst jetzt die Mitglieder des Stadtrats-Bauausschusses zugestimmt. Der von ihnen bei der jüngsten Sitzung bestätigte Entwurf sieht einige Veränderungen im Park vor.

Die auffälligste: Im Park soll ein sieben Meter hoher Aussichtspunkt gebaut werden, dessen Form an eine Bischofsmütze erinnert. Damit will man an Bischof Benno erinnern und den Blick von Besuchern auf das Panorama des Burgbergs lenken. Vom Kaendlerpark bietet sich eine der schönsten Meißner Ausblicke auf Bischofsschloss und Domtürme.

Der Bau neuer Treppenanlagen und eine künstlerische Gestaltung des Trafohauses gehören ebenso zur geplanten Umgestaltung des Kaendlerparks. Stadtverwaltung und Stadträte betonen die Wichtigkeit des Vorhabens: Die Grünanlage am Brückenkopf sei der bedeutendste „Eingang“ zur historischen Altstadt Meißens. Insgesamt rund 76.000 Euro soll die Umgestaltung des Parks kosten. Davon wurden schon gut 11.000 für die neuen Spiel- und Sitzmöbel bezahlt.

An der Leipziger Straße sollen Ausgleichsbeträge in die Befestigung der Brache an der Längsseite des Meißner Theaters fließen. Sie wurde über Jahre als wilder Parkplatz genutzt. Während der Bauarbeiten auf dem Theaterplatz dient sie als Umleitungsstrecke für den Verkehr.

Wenn der Umbau des Theaterplatzes beendet ist, wird die Brachfläche wieder zum Parkplatz. Dann aber einheitlich gepflastert: So haben es nun die Stadträte beschlossen. Neben 13 Stellflächen für Pkw sollen auch Fahrradgaragen entstehen. Bäume wird es auf dem Areal ebenfalls geben. Die Umgestaltung kostet rund 68.000 Euro.