Nicolaisteg wieder frei

Im Meißner Stadtzentrum wurde die neu gebaute Nicolaibrücke über die Triebisch freigegeben. Sie bietet nun wieder eine Verbindung zwischen Neumarkt und Neugasse.

Die neue Brücke ersetzt ein Flussquerung, die sich bei den vergangenen Hochwassern als Gefahrenstelle erwies. Ziel des Neubaus war es, die Brücke auf das Niveau eines statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Hochwassers anzuheben und die Durchfahrtshöhe für die Gewässerunterhaltung zu gewährleisten. Dafür musste die Nicolaibrücke um einen halben Meter angehoben werden.

Die neue Brücke ist rund 15 Meter lang und zwischen den Tragrohren 2,70 Meter breit. Sie steht Fußgängern und Radfahrern offen, kann jedoch im Falle einer Havarie auch von Fahrzeugen befahren werden. Die Brückenkonstruktion besteht vollständig aus Stahl und wurde durch die Firma Stahl- und Maschinenbau Graf in Meißen vorgefertigt. Nach Erhöhung der Widerlager wurde die Brücke vor einigen Wochen mit einem Kran an ihren Bestimmungsort gehoben.

Neben der Brücke und Versorgungsleitungen musste auch eine in der Flussquerung verlaufene Fernwärmetrasse angehoben werden. Dazu entstanden als Hauptträger der neuen Brückenkonstruktion zwei Tragrohre mit einem Durchmesser von etwa 60 Zentimetern, in die später die Fernwärmerohre eingeschoben wurden. Nachdem die neue Brücke an Ort und Stelle war, wurden noch Gehwege angeglichen, Geländer angepasst und die Straßenentwässerung erneuert. Über Rampen ist die Brücke barrierefrei nutzbar.

Insgesamt kostete der Brückenneubau rund 400.000 Euro. Die Stadt Meißen nutzte dafür Fördermittel zur Hochwasserschadensbeseitigung.