Burgberg-Aufzug nach Pannenserie stillgelegt

Fahrgäste wird man in den nächsten Tagen nicht im Burgberg-Aufzug sehen. Der Fahrstuhl ist nach wiederholten Pannen stillgelegt. Foto: Archiv

Wieder Aufregung um den Meißner Burgberg-Aufzug: Der Fahrstuhl zeigte zuletzt Pannen in Serie. Jetzt hat ihn die Stadt kurzerhand stilllegen lassen.

Der Januar 2017 war kein guter Monat für die Nutzer des Meißner Burgberg-Aufzugs. Bei strengem Winterwetter fiel der Fahrstuhl wiederholt aus. Jetzt kommt es noch ärger. Wegen der vielen Pannen in den vergangenen Wochen zieht die Stadtverwaltung die Notbremse: „Aufgrund der hohen Störungsrate im Januar 2017 bleibt der Panoramaaufzug am Meißner Burgberg vorübergehend außer Betrieb“, teilt die Pressestelle des Rathauses mit. Die Zeit des Stillstands soll genutzt werden, „um etwaige Fehlerquellen und Störungen geordnet zu beseitigen“.

Bisher gab es regelmäßige Wartungstage. Dazu kamen Reparaturen mit unbestimmter Dauer – immer dann, wenn der Aufzug eine alte oder neue Malaise zeigte. Viele Fehlerquellen sind bekannt. Im vergangenen Jahr beschäftigte sich ein Fachgutachten mit der Defektanfälligkeit der Aufzugskonstruktion, deren Ursachen und möglicher Abhilfe. Durchgreifender Erfolg von Reparaturbemühungen lässt sich offenbar nicht vermelden. Setzte sich die hohe Pannen-Quote der vergangenen Wochen fort, würde der Aufzug wohl bald mehr Stillstands- als Betriebstage haben.

Für Meißen ist die jetzige Pannenserie des Aufzugs auch ein finanzielles Problem. Zum Jahresende lief die Gewährleistungsfrist des Herstellers Hütter aus. Die Betreiberin des Aufzugs, die städtische Tochterfirma SDM, hat zwar mit der Firma „FB-Aufzüge“ einen Vollwartungsvertrag geschlossen. Für den sind 50.000 Euro pro Jahr eingeplant. Damit fällt der Zuschussbedarf aus dem Stadthaushalt höher aus, als ursprünglich geplant. Doch auch diese Summe dürfte bei fortgesetztem Reparaturbedarf nicht ausreichen.

Wie lange der Burgberg-Aufzug nun stillgelegt ist, sei nicht abzusehen, heißt es aus dem Rathaus. Einen Ersatzverkehr mit Shuttlebussen werde es nicht geben. Dafür deutet man an, während der Zeit des Fahrstuhl-Stillstands bei der Kontrolle des Parkverbots auf dem Domplatz Nachsicht walten zu lassen.

Geöffnet bleibt jedoch das Parkhaus an der Talstation des Aufzugs an der Meisastraße. Dort nehmen die Meißener Stadtwerke die Parkgebühren ein. Am Parkhaus soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass der Aufzug vorübergehend stillgelegt ist.