Finanzspritze für Manufaktur

Die neue Unternehmensstrategie der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen wurde im Frühjahr 2017 beschlossen. Jetzt gibt der Freistaat Sachsen als Eigentümer Geld, mit dem die Umsetzung möglich werden soll. Wie Manufaktur-Sprecherin Sandra Jäschke mitteilt, stockt der Freistaat das Eigenkapital von Meissen um 28 Millionen auf.

Die Manufaktur soll laut der neuen Strategie langfristig vor allem wieder mit ihrer Kernkompetenz erfolgreich sein: der Herstellung von hochwertigem Porzellan. Das Sortiment will man dazu erneuern, bereinigen und modernisieren. Die Konzentration auf die Porzellanherstellung ist der Bruch mit dem Kurs, den die „Manu“ um 2010 unter dem damaligen Geschäftsführer Dr. Christian Kurtzke eingeschlagen hatte. Der Versuch, Meissen zum in verschiedenen Branchen agierenden Luxusgüter-Produzenten zu machen, gilt als gescheitert.

Um die Porzellanherstellung wieder erfolgreich zu machen, müsse auch ein Instandhaltungs- und Investitionsstau in der Manufaktur beseitigt werden, heißt es von dem Unternehmen. Zudem wolle man langfristig die Kompetenzen im kunsthandwerklichen Bereich sichern und dazu die unternehmenseigene Berufsausbildung sichern und weiterentwickeln.

Nach Jahren mit Verlusten soll die Porzellan-Manufaktur ab 2020 wieder ein wirtschaftlich selbsttragendes Unternehmen sein. Ab Ende 2021 werde man über zehn Jahre die an Meissen ausgereichten Darlehen tilgen, so Sprecherin Sandra Jäschke.

Bedeutende Geldbeträge fließen dem Unternehmen auch noch aus anderer Quelle zu. Der Ankauf der historisch wertvollen Sammlungen der Manu durch die eigens gegründete „Meissen Porzellan-Stiftung GmbH“ wird ebenfalls durch den Freistaat finanziert.