Weißeritztalbahn fährt bis Kipsdorf

Freunde der Schmalspurbahnen haben Grund zum Feiern: Ab dem 17. Juni fährt die Weißeritztalbahn wieder durchgängig von Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf und zurück. Mit der Aufnahme des fahrplanmäßigen Betriebs auf der gesamten Strecke enden 15 von Bauarbeiten geprägte Jahre. Die Strecke der Weißeritztalbahn war beim Hochwasser 2002 zerstört worden, der Wiederaufbau verlief in mehreren Etappen.

Beim Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) freut man sich, dass das letzte Teilstück noch vor den Sommerferien wieder in Betrieb genommen wird. „In der Ferienzeit können viele Gäste die alte neue Strecke gleich in Augenschein nehmen“, so Geschäftsführer Burkhard Ehlen.

Der Wiederaufbau der Strecke war mit einigen Hindernissen verbunden. Hohe Anforderungen gab es zum Beispiel beim Bau der Hebeanlage für die Brücke in Obercarsdorf. In Kipsdorf mussten Auflagen für den Denkmalschutz erfüllt werden. Auch in der Finanzierungsverordnung für den Betrieb hätten zunächst Mittel gefehlt, heißt es vom VVO. Durch „konstruktives Zusammenwirken“ seien aber alle Schwierigkeiten überwunden worden, so Burkhard Ehlen.

Der Betrieb der 26 Kilometer langen Schmalspurbahn wird vom VVO finanziert. Der Fahrplan sieht ab dem 17. Juni täglich zwei Fahrten auf der gesamten Strecke vor. Zur Mittagszeit fährt ein Zug von Freital-Hainsberg bis Dippoldiswalde und zurück. „Mit den Fahrten nach Kipsdorf morgens und nachmittags setzen wir einen neuen Impuls für den Tourismus im Osterzgebirge“, so Roland Richter, Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), die die Strecke betreibt. An 16 Tagen werden Partner dabei helfen, den Fahrplan zu verdichten. Dann setzt die SDG einen zweiten Zug ein und bietet vier Fahrten bis Kipsdorf an.

Die Weißeritztalbahn ist die dienstälteste Schmalspurbahn Deutschlands. Seit 1883 fährt sie von Freital-Hainsberg bis nach Kipsdorf im Osterzgebirge.