Diskussion zum NSU

In der Evangelischen Akademie im Meißner Afra-Klosterhof wird am Mittwoch, dem 3. Mai, der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) zum Thema. „Mitten unter uns“ heißt die Veranstaltung, in der von 16.30 Uhr bis 21.30 Uhr darüber debattiert wird, warum die rechtsextremen Täter viele Jahre unerkannt in Deutschland leben und zehn Morde begehen konnten.

Die Veranstalter haben hochkarätige Gäste nach Meißen eingeladen. So wird neben der Meißner Bundestagsabgeordneten Susann Rüthrich (SPD) auch der Vorsitzende des Bundestagsausschusses zum NSU, Clemens Binninger (CDU), erwartet.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei. Nähere Informationen zum Programm gibt es im Internet unter der Adresse www.ev-akademie-meissen.de .


Torhaus-Galerie geöffnet

Die Künstlergruppe „Weißer Elefant“ hat in der Torhaus-Galerie am Meißner Domplatz die neue Ausstellungssaison eröffnet. Die fünf Mitglieder der Gruppe werden bis zum Herbst im Torhaus der Albrechtsburg wieder Kunstwerke aus Porzellan zeigen. Zu sehen gibt es neue Skulpturen von Andreas Ehret und Silvia Klöde. Tina Hopperdietzel erzählt mit filigranen Motiven von der Schönheit unserer ländlichen Umgebung. Olaf Fieber stellt in seinem „Grünen Salon“ die ironische Frage „Ist das Meißner Porzellan?“ Sabine Wachs stellt eine neue Kollektion extravaganter Porzellanfliesen vor. Die Ausstellung der Künstlergruppe im Torhaus ist sonnabends und sonntags jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.


Führung und Vortrag zur Sonderschau

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Luther, Lieder und Kanzlei“ im Meißner Stadtmuseum wird es am Mittwoch, dem 26. April, eine Begleitveranstaltung geben. Gemeinsam laden das Stadtmuseum und das Pastoralkolleg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche zu einem historischen Exkurs über Leben und Literatur um die Reformationszeit in Meißen.

Beginn ist um 17.00 Uhr mit einer öffentlichen Führung durch die Sonderausstellung im Stadtmuseum am Heinrichsplatz. Die Schau widmet sich dem Meißner Kanzleideutsch, der Reformationsgeschichte und der Alltagsfrömmigkeit in der Reformationszeit.

Weiter geht es dann ab 19.30 Uhr in der Evangelischen Akademie an der Freiheit mit einem Vortrag zum Thema „Das literarische Meißen. Ein epochengeschichtliches Protokoll“. Der Leipziger Germanist und Musikwissenschaftler Prof. Klaus Werner arbeitet zurzeit an einer Publikation zur literarischen Kultur in Meißen. Die Zuhörer erwartet am 26. April eine exklusive „Vorschau“ auf das Werk.


Offener Brief von Flüchtlingshelfern

Mit einem offenen Brief wenden sich Mitglieder verschiedener Flüchtlingshilfe-Initiativen aus dem Landkreis Meißen an die Bürgermeister, Kreisräte, Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region. Darin fordern sie Verbesserungen bei Bildungsangeboten für Migranten – und eine bessere Kommunikation zwischen den Helfern und den Verwaltungen.

Anlass für das Schreiben seien Probleme in der Integration: „Vieles ist durch die Politik einfach verschlafen worden und Vieles wird auch heute noch völlig ignoriert“, heißt es in dem offenen Brief, der von Vertretern der Helfergruppen aus Meißen, Radebeul, Coswig, Weinböhla, Klipphausen, Moritzburg und Perba unterschrieben wurde.

Als Beispiel werden unter anderem die „DaZ-Klassen“ angeführt, in denen Kinder aus Flüchtlingsfamilien Deutsch als Zweitsprache lernen. Es brauche neue Konzepte, um neben der Sprache auch fachliches Wissen in verschiedenen Fächern zu vermitteln. Das gleichzeitige Lernen von Deutsch und das Nachholen von Schulstoff, der in den Herkunftsländern nicht vermittelt wurde, sei ein Problem: Die Kinder hätten kaum Chancen auf einen erfolgreichen Schulabschluss. Ähnliches gelte für ältere Migranten an den Berufsschulen. Dort brauche es gezielte Förderangebote.

Alleingelassen zwischen den Zuständigkeitsbereichen verschiedener Behörden sehen die Helfer sich und die Migranten bei der Suche nach Praktika, Arbeitsstellen und den richtigen Sprachkursen. „Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Behörden ist einerseits zu langatmig und andererseits zum Teil gar nicht vorhanden. Diese Lücke füllen derzeit ausschließlich Paten durch zeit- und nervenaufreibende Eigeninitiativen.“ Es brauche eine einheitliche Plattform für die Vermittlung von Hospitanzen, Praktika und Ähnlichem. Bei den Sprachkursen würden teils auch Analphabeten in Kurse auf höherem Niveau eingegliedert. Gebraucht würden deutlich mehr Alphabetisierungskurse.

Weitere Probleme sehen die Flüchtlingshelfer auf dem Wohnungsmarkt, wo einige Vermieter zusätzlich zu den Garantien des Jobcenters Bürgschaften von Paten forderten. Eine bessere soziale Betreuung der Migranten könne Konflikten vorbeugen. Kritisiert wird auch mangelnde Kooperation einiger Kommunalverwaltungen im Landkreis. Sie verwiesen in der Flüchtlingsproblematik stets auf die Verantwortung von Landkreis, Freistaat oder Bund. „Jede Kommune muss sich mit den Themen vor ihrer Haustür auseinandersetzen, nicht diese von sich weisen“, fordern die Helfer. In diese Kritik wird auch der Landkreis eingeschlossen: Das jüngste „Integrationskonzept“ des Kreises sei kaum mehr als eine Bestandsaufnahme der Situation. Prämissen für die Gestaltung der Zukunft fehlten.


Wandern zum Wein

„Kulinarische Weinbergstouren“ durch das Spaargebirge hat die Meißner Tourist-Information bereits seit einigen Jahren im Angebot. Meißner und Gäste der Stadt wandern dabei geführt zu Winzern und Weinbergen im rechtselbischen Stadtgebiet.

Nun legt die Tourist-Information auch fürs Linkselbische eine „kulinarische Weinbergstour“ auf. Sie soll auf die bislang noch weniger bekannten Weinberge auf Meißens Altstadtseite aufmerksam machen. Ab Mai werden Gästeführer regelmäßig die neue Route begehen.

Gestartet wird in der Meißner Altstadt, wo Wein an Hausfassaden rankt. Der Weg führt zum vermutlich ältesten Rebstock Sachsens am Kloster Heilig Kreuz und zu Aussichtspunkten, die ungewöhnliche Blicke auf das Bauensemble von Albrechtsburg und Dom bieten. Bei den Pausen werden verschiedene Weine verkostet. Im „Rothen Gut“ von Winzer Tim Strasser endet die Tour mit einem Rundgang durch die Kellerei, einem Imbiss und einer Weinprobe. Die Teilnahme an der Wanderung kann in der Meißner Tourist-Information gebucht werden.