Wer macht mit bei "Langer Nacht"?

Die Meißner „Lange Nacht der Kunst, Kultur und Architektur“ findet in diesem Jahr nach den Sommerferien statt: am Abend des 19. August mit Lesungen, Konzerten, Vorträgen und Führungen. Passend zum diesjährigen Motto „Unentdeckte Orte“ wird die „Lange Nacht“ diesmal auch an Plätzen gastieren, die sonst nicht zugänglich sind. Es werden Führungen im Kornhaus angeboten. Im Stadttheater finden Aufführungen im Orchestergraben und „Taschenlampenexpeditionen“ durch die historischen Lüftungsanlagen und Dachböden statt. In den Katakomben des Kinos zeigt man, wie Kino gemacht wird.

Das Amt für Stadtmarketing und Kultur, dass die „Lange Nacht“ organisiert, ruft die Meißner auf, am Abend des 19. August weitere „unentdeckte Orte“ für Publikum zu öffnen. Das könnten Gärten, Hinterhöfe, Häuser und Hotels sein. Man wolle Interessierten zeigen, welche architektonischen Schätze Meißen zu bieten habe.

Freier Zugang zu Haus und Hof sei keine Bedingung für die Teilnahme an der „Langen Nacht“. Denkbar seien auch Führungen für kleine Gruppen oder die Öffnung eines Tors zu einem Innenhof, so dass Architekturfans einen Blick hinter die Fassade eines Hauses werfen könnten.

Eigentümer, die ihre Gärten oder Häuser zur „Langen Nacht“ öffnen wollen, können sich beim Amt für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur melden. Die Telefonnummer lautet 03521/467420, die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .


Burgstraße ist Thema

Am Donnerstag, dem 29. Juni, wird wieder über Projekte für das Meißner Stadtmarketing diskutiert. Ab 18.30 Uhr laden Stadtmarketingchef Christian Friedel und Wirtschaftsförderer Martin Schuster zum „Stadtmarketing-Stammtisch“ in das „Schwerter-Schankhaus“ am Markt 6 ein.

Diesmal wollen die beiden mit allen Interessierten ins Gespräch darüber kommen, wie mehr Passanten und damit potenzielle Kunden in die Meißner Burgstraße gelockt werden können. Dazu will man städtische Projekte vorstellen, als auch gemeinsam mit den Teilnehmern des Stammtischs Ideen für neue Maßnahmen entwickeln.


Neuer Zweig fürs Werkschul-Gymnasium

Die Freie Werkschule Meißen bietet ab August an ihrem Beruflichen Gymnasium eine neue Fachrichtung an. Die Genehmigung für den Zweig „Gesundheit und Sozialwesen“ sei noch rechtzeitig vor dem Beginn der Sommerferien eingetroffen, berichtet Geschäftsführerin Dorothee Finzel.

Bereits seit 2007 können Schüler an der Freien Werkschule das Abitur ablegen. Bisher im Beruflichen Gymnasium mit dem Schwerpunkt „Wirtschaftswissenschaften“: Um eine zweite Fachrichtung hatte sich die Schule bemüht, weil die Zahl der Interessenten deutlich über der der angebotenen Plätze lag. Mit dem neuen Bereich „Soziales“ vergrößere man zudem die Bandbreite der möglichen Abschlüsse an der Werkschule, so die Geschäftsführerin.

Die Nachfrage für das neue Angebot sei da. „Bereits vor Eintreffen der Genehmigung lagen für den Zweig ‚Gesundheit und Sozialwesen’ mehr Anmeldungen vor, als Plätze zu besetzen waren.“ Dem pünktlichen Start zum Schuljahresbeginn im August stehe nun nichts mehr im Wege.


Stadt prüft Radweg-Führung erneut

Dürfen Radler künftig in beide Richtungen durch die Neugasse fahren? Mit dieser Frage werden sich noch einmal Meißens Stadträte und Verwaltung befassen. Ein entsprechender Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und Freien Bürgern, ULM sowie CDU und FDP fand im Bauausschuss des Rats einhellige Zustimmung.

Die Radwege-Führung in der Meißner Innenstadt sorgt immer wieder für Debatten. Die Öffnung der Neugasse für Radverkehr in beide Richtungen wird bislang von der Stadt abgelehnt. Die Einbahnstraße sei zu schmal dafür. Dem entsprechend findet sich die Wegeführung durch die Neugasse auch nicht im aktuellen, vom Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzept der Stadt, obwohl sie vor dem Beschluss des Konzepts zur Debatte gestanden hatte.

Stadtrat Heiko Schulze, Fraktionschef von SPD, Grünen und Freien Bürgern, erinnert daran, dass der Beschluss des Radverkehrskonzept bereits mehrere Jahre zurückliegt. „Der Radverkehr wird heute anders gesehen als damals.“ Die Öffnung der Neugasse für Radverkehr in beide Richtungen sei eine Chance für Meißens Stadtentwicklung. „Nun wollen wir sehen, was am Neumarkt noch zu machen geht.“ Eine Änderung der Radwege-Führung wäre nach dem geplanten Umbau der Neugasse möglich.

Der angenommene Antrag sieht vor, dass die Stadtverwaltung noch einmal prüft, unter welchen Umständen die Neugasse für Zwei-Richtungs-Radverkehr geöffnet werden kann. Auch die vom Stadtrat eingesetzte „Arbeitsgruppe Radverkehr“ soll sich mit dem Thema befassen.